Elektro-, Plug-in- und Mild-Hybridfahrzeuge: Was Sie über die Reichweite wissen sollten

Autor Sandra Lerch

Content Managerin

Die Elektromobilität ist weiter auf dem Vormarsch – auch in der Schweiz. Immer mehr Menschen interessieren sich für umweltfreundliche Antriebskonzepte. Dabei steht oft eine zentrale Frage im Raum: Wie weit komme ich mit einem Elektro-, Plug-in- oder Mild-Hybridfahrzeug? Die Reichweite ist ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des passenden Fahrzeugs. In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Unterschiede und worauf es im Alltag wirklich ankommt – mit Beispielen von Marken wie Hyundai, Volvo und Nissan.

 

Was bedeutet Reichweite bei E-Fahrzeugen?

Die Reichweite beschreibt die Strecke, die ein Fahrzeug mit einer vollständig geladenen Batterie zurücklegen kann. Bei Plug-in-Hybriden (PHEV) bezieht sich die Reichweite auf den elektrischen Fahranteil, während bei reinen Elektroautos (BEV) die gesamte Reichweite strombasiert ist. Bei Mild-Hybriden hingegen wird der Verbrennungsmotor lediglich durch elektrische Unterstützung effizienter betrieben – rein elektrisches Fahren ist hier nicht möglich.

Herstellerangaben basieren meist auf dem WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure). Die tatsächliche Reichweite im Alltag kann jedoch davon abweichen – abhängig von Fahrweise, Temperatur, Topografie und Fahrzeugbeladung.

BEV: Vollelektrisch fahren mit grosser Reichweite

Reine Elektrofahrzeuge (Battery Electric Vehicles) werden ausschliesslich von einem Elektromotor angetrieben. Ihre Reichweite hängt primär von der Batteriekapazität (kWh) und dem Energieverbrauch (kWh/100 km) ab.

Typische Reichweiten:

  • Kompaktfahrzeuge: 300–400 km
  • Mittelklasse: 400–500 km
  • Langstreckenmodelle: bis zu 600 km und mehr

Fahrzeuge von Hyundai, Volvo oder Nissan bieten mittlerweile Reichweiten, die auch für Vielfahrer problemlos ausreichen. Dank eines immer dichteren Netzes an Schnellladestationen sind auch längere Reisen kein Problem mehr.

 

PHEV: Der flexible Plug-in-Hybrid

Plug-in-Hybridfahrzeuge verbinden Elektro- und Verbrennungsmotor in einem System. Die Batterie kann an der Steckdose oder Wallbox aufgeladen werden, die elektrische Reichweite liegt meist zwischen 40 und 100 km.

Fahrmodi und Steuerung:
Ein PHEV fährt nicht automatisch immer zuerst elektrisch und wechselt dann zum Verbrenner. Vielmehr bieten viele Modelle verschiedene Fahrmodi wie:

  • Nur Elektro (so lange Batteriekapazität vorhanden)
  • Hybridmodus (automatische Mischung aus Elektro und Verbrenner)
  • 4×4-Modus oder ähnliche Varianten (oft mit Verbrennerbetrieb)

Das Fahrzeug entscheidet dabei situativ, wie der Elektromotor am effizientesten eingesetzt wird – zum Beispiel beim Anfahren, im Stadtverkehr oder beim Rekuperieren. Dadurch wird nicht nur Energie gespart, sondern auch der Komfort erhöht.

 

Für wen eignet sich ein Plug-in-Hybrid?

Ideal für:

  • Fahrer mit täglichen Kurzstrecken, die elektrisch zurückgelegt werden können
  • Menschen ohne kontinuierliche Ladeinfrastruktur
  • Nutzer, die die Flexibilität zweier Antriebe schätzen
  • Gelegenheitsreisende mit längeren Strecken

Im optimalen Fall – also bei täglichem Laden – kann ein PHEV im Alltag fast vollständig emissionsfrei betrieben werden.

 

Mild-Hybride: Der elektrische Unterstützer

Mild-Hybride sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die durch einen kleinen Elektromotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt werden. Das Besondere: Die Batterie wird ausschliesslich während der Fahrt geladen – über Rekuperation oder den Verbrennungsmotor. Ein Laden an der Steckdose ist nicht nötig.

Diese Technik verbessert vor allem:

  • den Kraftstoffverbrauch
  • die CO₂-Bilanz im Stadtverkehr
  • das Ansprechverhalten des Motors

Reines elektrisches Fahren ist bei Mild-Hybriden allerdings nicht möglich. Für viele Nutzer ist dies dennoch eine attraktive Lösung, da keine Infrastruktur nötig ist und der Verbrauch spürbar gesenkt wird.

 

Faktoren, die die Reichweite beeinflussen

Ob vollelektrisch oder hybrid – die reale Reichweite hängt von verschiedenen Einflüssen ab:

  1. Fahrweise:
    Vorausschauend fahren und starkes Beschleunigen vermeiden spart Energie.
  2. Temperatur:
    Besonders im Winter kann die Reichweite durch Heizung oder Batteriekühlung sinken.
  3. Topografie:
    Steigungen kosten Energie – bergab lässt sich durch Rekuperation wieder Strom gewinnen.
  4. Zuladung:
    Mehr Gewicht erhöht den Verbrauch – das gilt besonders bei Urlaubsfahrten mit Gepäck.
  5. Reifen:
    Der richtige Reifendruck und energieeffiziente Bereifung verlängern die Reichweite.

 

Tipps zur Reichweitennutzung im Alltag

  • BEV regelmässig laden: Am besten bei jeder Gelegenheit – zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs.
  • Fahrmodi nutzen: Viele Modelle bieten ECO- oder Effizienzmodi zur Reichweitenoptimierung.
  • PHEV bewusst einsetzen: Wer den Hybrid bewusst elektrisch fährt, spart Energie und Emissionen.
  • Routen planen: Die meisten modernen Fahrzeuge zeigen Ladepunkte automatisch im Navi an.

Fazit: Welche Reichweite passt zu Ihrem Alltag?
  • Elektrofahrzeuge (BEV) sind ideal für alle, die zuhause oder am Arbeitsplatz laden können und regelmässig mittlere bis längere Strecken fahren.
  • Plug-in-Hybride (PHEV) bieten maximale Flexibilität für Kurz- und Langstrecken – mit dem Vorteil, auch ohne Ladeinfrastruktur mobil zu bleiben.
  • Mild-Hybride sind ideal für Umsteiger, die ihren Kraftstoffverbrauch senken möchten, ohne eine Ladeinfrastruktur nutzen zu müssen.

Ganz gleich, ob Sie sich für ein vollelektrisches Fahrzeug von Hyundai, einen Plug-in-Hybrid von Volvo oder einen Mild-Hybrid von Nissan interessieren – moderne Antriebsformen bieten Ihnen heute mehr Auswahl denn je.

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